Ein Stromspeicher für Unternehmen muss zum Energiebedarf des jeweiligen Betriebs passen. Neben der Speicherkapazität spielen auch Lastprofil, Lade- und Entladeleistung, Einsatzbereich und Systemauslegung eine wichtige Rolle.
Für gewerbliche und industrielle Anwendungen bietet Sunwoda Energy modulare Lösungen für unterschiedliche Anforderungen an Energiespeicherung und Lastmanagement. Die Produktpalette reicht von kompakten Innenraumsystemen bis zu größeren Outdoor-Speichern. Gewerbliche und industrielle Energiespeicherung lässt sich dabei an verschiedene betriebliche Anforderungen anpassen.
Für Unternehmen wird es zunehmend wichtiger, Energie im Betrieb gezielt zu steuern. Dabei können Lastspitzen, erneuerbare Energie und unterschiedliche Verbrauchszeiten eine wichtige Rolle spielen.
Ein gewerblicher Stromspeicher kann in verschiedene Energiemanagement-Konzepte eingebunden werden. Je nach Anwendung stehen dabei unterschiedliche Aufgaben im Mittelpunkt:
1. Lastspitzen verschieben
2. Erneuerbare Energie integrieren
3. Energieflüsse im Betrieb besser steuern
4. Lastseitige Flexibilität unterstützen
Beim OASIS Rack Pro+ gehören Lastmanagement und Spitzenlastverschiebung zu den vorgesehenen Anwendungen. Das System ist modular aufgebaut und kann bei Bedarf parallel erweitert werden. OASIS Rack Pro+ bietet dafür eine skalierbare Speicherkapazität von 100 bis 200 kWh.
Welche Speicherlösung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie Energie im jeweiligen Betrieb erzeugt und verbraucht wird. Deshalb sollte die technische Auslegung immer zum konkreten Einsatzbereich passen.
Ein Stromspeicher kann dazu beitragen, Energieflüsse innerhalb eines Betriebs gezielter zu steuern. Das ist besonders relevant, wenn der Energiebedarf im Tagesverlauf deutlich schwankt.
Die Verbindung mit Anlagen zur erneuerbaren Energieerzeugung gehört ebenfalls zu den vorgesehenen C&I-Anwendungen. Gespeicherte Energie kann dadurch besser in das betriebliche Energiemanagement eingebunden werden.
Eine modulare Systemstruktur bietet zusätzliche Flexibilität, wenn sich der Energiebedarf eines Unternehmens verändert. Beim OASIS Rack Pro+ sind 5 bis 10 Batterie-Packs vorgesehen. Jedes Pack verfügt über eine Kapazität von 20 kWh. Damit ergibt sich eine Nennkapazität von 100 bis 200 kWh.
Lastmanagement ist besonders relevant, wenn der Strombedarf eines Unternehmens im Tagesverlauf stark schwankt. Dabei kommt es darauf an, Energie zum passenden Zeitpunkt bereitzustellen und Speicherleistung und Lastprofil aufeinander abzustimmen.
Das Prinzip lässt sich in wenigen Schritten beschreiben:
1. Der Energiebedarf wird erfasst.
2. Hohe Lastsituationen werden im Energiemanagement berücksichtigt.
3. Der Speicher stellt bei Bedarf Energie bereit.
4. Die Energieflüsse werden entsprechend der Anwendung gesteuert.
Der OASIS Rack Pro+ ist für Lastmanagement und Spitzenlastverschiebung ausgelegt. Für die Leistung stehen unterschiedliche Wechselrichteroptionen zur Verfügung. Das System verfügt über ein mehrstufiges BMS sowie SOC- und SOH-Algorithmen.
Die passende Speichergröße lässt sich nicht allein anhand des jährlichen Stromverbrauchs bestimmen. Kapazität und Leistung müssen gemeinsam betrachtet werden.
Für die Auswahl sind insbesondere folgende Punkte relevant:
1. Verbrauchsprofil: Wie verteilt sich der Energiebedarf über den Tag?
2. Lastspitzen: Wann treten besonders hohe Leistungsanforderungen auf?
3. Erzeugung: Welche erneuerbare Energie steht zur Verfügung?
4. Speicherleistung: Wie schnell muss Energie aufgenommen oder abgegeben werden?
5. Erweiterbarkeit: Soll das System später angepasst werden können?
Der OASIS Rack Pro+ verwendet LFP-Zellen mit einer Spezifikation von 3,2 V und 314 Ah. Die einzelnen Packs verfügen über jeweils 20 kWh. Mit 5 bis 10 Packs erreicht das System eine Nennkapazität von 100 bis 200 kWh. Die maximale Lade- und Entladerate beträgt 0,7C.
Neben der Speicherkapazität spielen auch Batterietechnologie, Kühlung, Schutzkonzept, Kommunikation und Energiemanagement eine Rolle. Diese Eigenschaften bestimmen, wie das System in den jeweiligen Betriebsablauf integriert werden kann.
Ein BMS überwacht wichtige Batteriezustände und unterstützt die Steuerung des Systems. Beim OASIS Rack Pro+ kommt eine mehrstufige verteilte BMS-Architektur zum Einsatz.
Das EMS unterstützt Echtzeitüberwachung, Cloud-Konfiguration und die Anzeige über mehrere Plattformen. Dadurch lassen sich wichtige Betriebsinformationen zentral erfassen.
Der OASIS Rack Pro+ ist für die Inneninstallation vorgesehen und nutzt intelligente Luftkühlung. Das System besitzt die Schutzart IP20 und ist für eine Umgebungstemperatur von 0 bis +55 °C ausgelegt. Oberhalb von 45 °C ist eine Leistungsreduzierung vorgesehen.
Damit sollte bereits bei der Planung berücksichtigt werden, ob die vorgesehene Installationsumgebung zur Systemauslegung passt.
Bei höheren Speicherkapazitäten verändern sich auch die Anforderungen an Kühlung, Sicherheit und Installationsumgebung. Für solche Anwendungen bietet der OASIS L385 eine größere Speicherkapazität und eine Outdoor-Auslegung.
Der OASIS L385 bietet eine Nennenergie von 385 kWh und verwendet 8 Batteriemodule mit einer Pack-Kapazität von jeweils 48,2 kWh.
Weitere technische Eckdaten sind:
1. Nennspannung: 1228,8 V
2. Spannungsbereich: 998,4–1401,6 V
3. Maximale C-Rate: 0,7C
4. Umgebungstemperatur: -30 °C bis 55 °C
5. Kühlung: Flüssigkeitskühlung
6. Gehäuseschutz: IP55
7. Kommunikation: CAN / RS485 / Ethernet
Der OASIS L385 ist für gewerbliche, industrielle und Versorgungsprojekte ausgelegt. Zu den vorgesehenen Anwendungen gehören Peak Shaving, die Integration erneuerbarer Energien, Frequenz- und Spannungsregelung, Microgrid-Funktionen sowie Notstromversorgung.
Für den OASIS L385 ist ein mehrstufiges Schutzkonzept vorgesehen. Dazu gehören unter anderem ein Flüssigkühlsystem, ein Brandschutzsystem, die Erkennung brennbarer Gase mit Lüftungskopplung sowie ein Druckentlastungspanel.
Das Gehäuse verfügt über die Schutzart IP55 und die Korrosionsschutzklasse C4. Dadurch ist das System für den vorgesehenen Outdoor-Einsatz ausgelegt.
Die Auswahl sollte sich am tatsächlichen Energieprofil orientieren. Wenn Einsatzbereich, Kapazität, Leistung und Installationsumgebung zusammen betrachtet werden, lässt sich die passende Lösung gezielter bestimmen.
1. Energieprofil erfassen
Verbrauch, Betriebszeiten und Lastspitzen betrachten.
2. Anwendung festlegen
Zum Beispiel Lastmanagement, Integration erneuerbarer Energien oder Notstromversorgung.
3. Kapazität und Leistung bestimmen
Speichergröße und Wechselrichterleistung auf den tatsächlichen Bedarf abstimmen.
4. Systemausführung prüfen
Kühlung, Schutzart, BMS, EMS, Kommunikation und Erweiterbarkeit berücksichtigen.
Für kleinere Kapazitätsbereiche bietet der OASIS Rack Pro+ eine modulare Konfiguration von 100 bis 200 kWh. Für größere Anforderungen steht mit dem OASIS L385 ein 385-kWh-System mit Flüssigkeitskühlung und Outdoor-Auslegung zur Verfügung.
Die richtige Entscheidung hängt davon ab, welche Aufgabe der Speicher übernehmen soll und welche Bedingungen am Installationsort bestehen. Kapazität und Leistung sollten deshalb gemeinsam mit dem geplanten Einsatz betrachtet werden.
Für Unternehmen mit Anforderungen an Lastmanagement und Spitzenlastverschiebung kann der modular aufgebaute OASIS Rack Pro+ mit 100 bis 200 kWh eingesetzt werden. Das System ist für die Inneninstallation ausgelegt und kann parallel erweitert werden.
Für größere gewerbliche oder industrielle Anwendungen bietet der OASIS L385 385 kWh Nennenergie, Flüssigkeitskühlung und ein IP55-Gehäuse für den Outdoor-Einsatz.
Wenn Energiebedarf, Lastprofil und Einsatzbereich bereits feststehen, können die technischen Anforderungen gemeinsam mit Sunwoda Energy geprüft werden. Über Kontakt zu Sunwoda Energy können Unternehmen ihre Projektanforderungen übermitteln und die passende C&I-Speicherlösung besprechen.